Von Papiervögeln und Seilbahnen

Sitzsteine, Klettergeräte in Form von Papiervögeln, Schaukel, Seilbahn, Jugendclub, Bolzplatz, Baumreihen, Beete, Naturteich: Die künftigen Schülerinnen und Schüler des Schulcampus Lohsepark hatten sehr viele Ideen für einen guten Schulhof.

Kommt und bastelt!

Ein kleines Fußballfeld. Beete. Ein Jugendtreff. Parkour-Hindernisse. Bäume und Hecken. Ruhige Ecken zum Chillen.

Die Initiative Schulcampus lädt Kinder, Eltern, Anwohner, Interessierte ein, im maßstabsgerechten Modell die Freiflächen auf dem Schulgrundstück des Schulcampus Lohsepark zu gestalten. Architekturmodell und Bastelmaterial sind da, von kleinen Menschen bis zum großen Baum, und nun brauchen wir eure Kreativität! Kommt vorbei und baut einen schönen Schulhof oder malt ihn auf Papier (ein Kunstpädagoge ist vor Ort!):

Samstag, 8. Dezember 2018, von 10-12 Uhr, Gemeinschaftsraum Dock 71, Am Lohsepark 16.

"Die Politik sollte froh sein, dass mündige Bürger sich beteiligen"

Will die Initiative Schulcampus Lohsepark sich beteiligen an den künftigen Planungen für die weiterführende Schule? Wollen Eltern, Anwohner, Engagierte aus der HafenCity und den angrenzenden Stadtteilen ihr Expertenwissen in dieses Pilotprojekt für Hamburg einer Clusterschule aus Stadtteilschule und Gymnasium einbringen? Und wollen sie als Hamburger BürgerInnen ihre kritische Haltung zu einer Teilung des Grundstücks und zum Schulhof auf dem Dach weiterhin vertreten?

Oberbaudirektor Höing: „Wir haben versprochen, dass Sie die Planungen begleiten sollen“

„Ich maße mir an zu sagen: Wir nehmen die Bürgerbeteiligung ernst.“ Diesen Satz sagte der Oberbaudirektor Franz-Josef Höing auf unsere Frage, ob die Initiative Schulcampus Lohsepark an den künftigen Planungen für die weiterführende Schule beteiligt werden soll. Gestellt hatten wir sie bei der Veranstaltung „Mitten in Hamburg – Mitten am Tag: Hamburgs Stadtentwicklung“ im Gemeindesaal der St. Petri Kirche, in der der Oberbaudirektor aktuelle Stadtentwicklungsprojekte erläuterte.

Für uns war diese Mittagsveranstaltung also eine gute Gelegenheit, genauer in Erfahrung zu bringen, was er von unserer Partizipation an der Schulplanung hält. Höing antwortete: „Wir beteiligen Bürger nicht, weil man das dummerweise heute so machen muss, sondern wir tun das, weil wir überzeugt sind, dass Bürgerbeteiligung richtig ist, weil wir dabei die Expertise der Menschen vor Ort einsammeln.“ Das freut uns! Denn das denken wir nämlich auch!

Der Schulsenator stellt uns seine Bedingung

Nun hat es stattgefunden, unser Treffen mit Schulsenator, Geschäftsführer der HafenCity Hamburg GmbH und einem Vertreter der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen (BSW) – der Oberbaudirektor selbst hatte leider kurzfristig abgesagt.

Der Schulsenator Ties Rabe hat uns eine Bedingung der Schulbehörde dafür genannt, dass wir als Initiative Schulcampus Lohsepark an den kommenden Planungen für die weiterführende Schule beteiligt werden: Wir sollen akzeptieren, dass rund die Hälfte der Schulhoffläche auf dem Gebäudedach platziert wird.

Die drei Fragezeichen

Wie, nur 4000 Quadratmeter ebenerdiger Schulhof? Sind darin auch noch die Flächen für die Mülltonnen und die Verkehrswege eingerechnet? Und nehmen die beiden Kleinspielfelder auf dem Schulhof tatsächlich zwei Drittel der Fläche ein?

Und das soll es jetzt sein?

Da ist sie, die Überarbeitung des städtebaulichen Entwurfs für das Baufeld 77. Genauer gesagt: auf Baufeld 77a fürs Wohnen und 77b für den Schulcampus Lohsepark, denn in den Plänen der HafenCity Hamburg GmbH ist das Grundstück schon geteilt.

Mitdenken, mitreden

Bei unserem Initiativen-Treffen mit den Bürgerschaftsabgeordneten Anfang September hatten Carola Veit (SPD) und Stefanie von Berg (Grüne) vorgeschlagen, dass die Initiative Schulcampus Lohsepark an der weiteren Entwicklung des Schulcampus Lohsepark beteiligt werden. Auch der Schulsenator unterstützt dies, wie er der Initiative inzwischen in einem Gespräch mitgeteilt hat. Sehr gut! Denn natürlich möchten wir die Vorstellungen der heutigen und künftigen Quartiersbewohner, der Bewohner benachbarter Stadtteile, der Eltern, der Kinder in die weiteren Planungen einbringen.

Deshalb lädt die Initiative Schulcampus Lohsepark alle Unterstützerinnen und Unterstützer und alle Interessierten ein, über die weitere Entwicklung des Baufelds 77 zu diskutieren. Der Termin ist:

Montag, 19. November 2018, 20 Uhr, Gemeinschaftsraum Dock 71, Am Lohsepark 16.

Wir freuen uns auf einen lebendigen Abend!

Tooooor!

Wir haben einen sehr schönen Anruf bekommen: Ein Geschäftsführer der Baugemeinschaft „Tor zur Welt“ hat uns mitgeteilt, dass die ganze Baugemeinschaft unserer Initiative Schulcampus Lohsepark beitritt. Eine weitere Baugemeinschaft diskutiert gerade den gleichen Schritt. Das finden wir großartig! Herzlich willkommen!

Schluss mit der Geheimniskrämerei

Unser Beharren auf Transparenz hat Erfolg gehabt! Die Schulbau Hamburg hat einige Unterlagen zum Städtebaulichen Gutachterverfahren auf ihre Website gestellt. Nun ist der Siegerentwurf von Haas Cook Zemmrich Studio 2050 öffentlich und auch die Vorschläge der anderen Architekten für den Schulcampus Lohsepark (man findet die Entwürfe am Ende des Protokolls der Jurysitzung).

Auf Kosten der Kinder

"Opfert die Stadt die Freiflächen einer Schule, um an Immobilien zu verdienen? Dieser Eindruck liegt nahe" – so heißt es im dem "Wohnungsbau statt Modellschule?" betitelten Text der "Welt". In dem Aufmacher des Lokalteils wird geschildert, wie die Schule im Siegerentwurf des Städtebaulichen Gutachterverfahrens zusammengedrängt wird für einen Wohnblock, "der mehr Bruttogeschossfläche hat als die Schule".

Den Artikel der Welt gibt es hier.

Abreißen und mitmachen!

Wir sind schon ziemlich viele in der Initiative Schulcampus Lohsepark, aber wir wollen natürlich immer mehr werden. Deshalb haben wir einen Flyer entworfen mit Abreißzetteln für Blog und Newsletter, den ihr ausdrucken und aufhängen könnt. Danke fürs Mitmachen! Newsletter-Ausdruck zum Download

„Lassen Sie Luft zum Leben!“

„Schule muss zukunftsfähig sein“, „Setzen Sie auf das Nicht-Planbare“, „Kinder brauchen Raum, der Schulhof auf dem Dach ist keine Lösung“, “„Lassen Sie Luft für das Leben in der HafenCity“ – die Botschaft an die Politiker war eindeutig: Das Baufeld 77 soll für den Schulcampus Lohsepark reserviert bleiben; das Grundstück soll nicht geteilt werden, damit hier eine gute Schule entstehen kann.

Mehr Raum, mehr Zeit

Der Schulcampus Lohsepark braucht nicht nur mehr Raum, sondern auch mehr Zeit – dies ist eine der unserer zentralen fünf Forderungen für die weiterführende Schule in der HafenCity. Damit meinen wir, dass sich erst im Alltag zeigt, ob die Schule mit ihren Flächen auskommt. Und auch wird man erst nach längerer Zeit wissen, ob das Quartier die nicht von der Schule genutze Fläche auf dem Baufeld 77 braucht, zum Beispiel für derzeit im Stadtteil kaum vorhandene Angebote für Jugendliche. Deshalb setzen wir uns ein dafür, dass auf dem Grundstück im ersten Schritt nur der Schulcampus Lohsepark geplant und gebaut wird.

Farid Müller: So nicht!

Zu Kaffee und Kuchen hatte Farid Müller ins Klein&Kaiserlich am 18. August eingeladen, um mit den Bürgern und Quartiersbewohnern über die HafenCity, Verkehr, Luftverschmutzung, Pferdekutschen am Kaiserkai, Kitas und Kinder-Betreuungsschlüssel zu sprechen. Und über den Schulcampus Lohsepark.

Vertrauenskrise

In ihrer August-Titelgeschichte berichtet die HafenCity Zeitung über unsere Initiative, unser Anliegen und unsere Verärgerung darüber, dass die Behörden intransparent agieren und hinter unserem Rücken Fakten schaffen wollen.

Zum Gespräch zwischen unserer Initiative Schulcampus Lohsepark und Vertretern der Hamburgischen Bürgerschaft haben sich inzwischen Abgeordnete verschiedener Parteien angemeldet. Termin: 3. September, 19.30 Uhr, Gemeinschaftsraum Dock 71, Am Lohsepark 16.

Halbe Wahrheiten

Werden bei der Planung zum Schulcampus Lohsepark die Bürger eigentlich ernst genommen? Werden also die Hamburger Bürger von den Behörden korrekt informiert?

DIE ZEIT: Platz da! – Von Christoph Twickel

"Seit Jahren soll in der HafenCity eine weiterführende Schule entstehen. Nun plant die Stadt, einen Teil des Grundstücks für Wohnungsbau zu nutzen. Das regt die Eltern mächtig auf." Zum gesamten Artikel

Offener Brief an die Abgeordneten der Hamburger Bürgerschaft

Nun ist der Brief abgeschickt: Alle Fraktionen der Hamburger Bürgerschaft haben den Text bekommen, in dem wir unsere Sorgen über die Planungen zum Schulcampus Lohsepark schildern und in dem wir unser Befremden über den intransparenten Prozess formulieren.

„Kinder brauchen Auslauf!“

Sie saßen im Kreis um das Architekturmodell herum und waren verärgert, fassungslos, enttäuscht: So eine schmale Schlucht zwischen zwei Klötzen soll der Pausenhof des Schulcampus Lohsepark sein, der künftigen weiterführenden Schule ihrer Kinder?

Die "Zeit" zu Besuch

Heute war ein Fotograf für den Hamburg-Teil der "Zeit" bei uns. Am Tag zuvor hatten wir unsere Unterstützer gebeten, zu dem Fototermin zu kommen. Und trotz dieser Kurzfristigkeit kamen sie - mit Kindern, Kinderwagen, Fahrrädern und Lastenfahrrädern, zu Fuß. Die Kinder im Krippen-, Kita- und Grundschulalter tobten fröhlich auf dem Grundstücksteil, den die Behörden ihrer künftigen Schule wegnehmen wollen. Am Donnerstag sehen wir uns in der "Zeit!"

Informationsveranstaltung zum Schulcampus

Ein weiteres spannendes und vor allem auch für die Entwicklung des Lebens im Stadtteil sowie die Stärkung der sozialen Infrastruktur ausgesprochen wichtiges Vorhaben wirft seine Schatten voraus: In den kommenden 3 Jahren wird der sogenannte „Schulcampus Lohsepark“ geplant und gebaut. Hier sollen eine Stadtteilschule und ein Gymnasium unter einem Dach entstehen.