Schulsenator Rabe positioniert sich gegen den Wohnungsbau

Der Schulsenator Ties Rabe musste gar nicht erst gefragt werden: Als er vergangene Woche zu Gast war beim Kreiselternrat 11, kam er schnell auf den Schulcampus Lohsepark zu sprechen. Und er verkündete: Der Schulcampus Lohsepark werde nicht, wie ursprünglich geplant, sieben Züge haben, sondern acht. Und deshalb werde es keinen Wohnungsbau auf dem Schulgelände geben. Das gesamte Baufeld 77 in der HafenCity werde nun für das Gebäude und die Frei- und Bewegungsflächen benötigt.

Darüber freuen wir uns endlich sehr! Denn genau dafür hat die Initiative Schulcampus Lohsepark gekämpft – für eine gute zukunftsfähige Schule mit genügend Raum für die Schülerinnen und Schüler, mit einem großen ebenerdigen Schulhof, mit Wachstumspotential. Angedeutet hatte Rabe dies schon bei seiner Pressekonferenz zum Schulentwicklungsplan (SEPL) vor wenigen Wochen: Die Zahl der Züge des Schulcampus Lohsepark sei noch in der Diskussion, sagte er damals.

Kommt alle an den Runden Tisch!

Endlich ist es fertig: "Das klügste Gebäude" haben wir unser Konzept genannt, das aus unserem Workshop zum Schulcampus Lohsepark hervorgegangen ist. Darin eingearbeitet haben wir unsere konkreten Vorstellungen für Schulgebäude und Freiflächen. Zum Beispiel halten wir einen zusätzlichen kleineren Bewegungsraum für notwendig, den auch nach Schulschluss Sportgruppen aus dem Quartier nutzen können. Der Schulhof sollte möglichst naturnah und anregend sein. Und natürlich ebenerdig.

Außerdem haben wir erläutert, warum es hier dringend Freizeitangebote für Jugendliche geben muss, wie Probenräume für Bands. Und welche Räume ein Quartierszentrum braucht. (hier downloaden) Und wir haben die großen Fraktionen im Bezirk-Mitte und an den Leiter des Bezirksamts Mitte aufgefordert, einen "Runden Tisch" zum Schulcampus Lohsepark einzurichten.

Und wer darf mitreden beim neuen Schulentwicklungsplan?

"Intensives Beteiligungsverfahren und Einbeziehung der Expertise vor Ort", fordert der GGG-Landesverband Hamburg. Doch Schulsenator Ties Rabe möchte die Diskussionen über den Referententwurf zum neuen Schulentwicklungsplan (SEPL) nur bis zum Herbst zu führen und dann den SEPL verabschieden. GGG-Vorsitzende Anna Ammon sagt: „Der Ausbau und die Weiterentwicklung des Hamburger Schulwesens wird die zentrale bildungspolitische Aufgabe des nächsten Jahrzehnts sein. Die GGG erhebt deshalb schwere Bedenken dagegen, dass der neue SEPL nun plötzlich mit großer Geschwindigkeit durchgeboxt werden soll."

Der GGG-Landesverband fordert die Beteiligung der Schulgemeinschaften und der Quartiere am SEPL-Entwurf, die Einbindung der Schulplanung in die Stadtentwicklung sowie einen Kriterienkatalog für Neubauten und Erweiterungen. Genau dies möchte auch die Initiative Schulcampus Lohsepark für die weiterführende Schule in der HafenCity erreichen. Doch das Verfahren zur SEPL-Diskussion schließt es aus, dass BürgerInnen und Eltern bei Schulen mitreden dürfen, die noch geplant werden, also bei der weiterführenden Schule in der HafenCity.

Ein Zentrum für die Menschen, die hier leben

Erst standen die Eltern und ihre Kinder am Baufeld 77, dann entdeckten sie Falko Droßmann, Leiter des Bezirksamts Mitte, und Gunter Böttcher, Vorsitzender CDU-Fraktion im Bezirk Mitte, vor dem Café Torrefaktum am Lohsepark. Die beiden waren mit ihrem öffentlichen Rundgang durch die HafenCity am Donnerstagachmittag früher fertig geworden als angekündigt.

Doch auch auf dem Bürgersteig lässt es sich gut über Anliegen von BürgerInnen aller Altersgruppen diskutieren – und so konnten die HafenCity-BewohnerInnen mit dem Bezirksamtschef und dem CDU-Fraktionschef darüber sprechen, was sie unter einer guten weiterführenden Schule verstehen. Ein moderner Schulcampus mit viel Platz für Bewegung, mit Räumen, die den Anwohnern abends zur Verfügung stehen, ein öffentliches Zentrum für die Menschen, die hier leben, ein Ort, an dem die SchülerInnen auch nach Schulschluss gerne sind, um gemeinsam Freizeit zu erleben – das sei, was hier in der zentralen HafenCity gebraucht werde.

Doch all das wird nur gehen, wenn das Baufeld 77 dem Schulcampus Lohsepark ganz zur Verfügung steht und dort kein Wohnhaus gebaut wird. Böttcher teilte diese Ansicht, und auch Droßmann äußerte sich mehr als kritisch über den geplanten Wohnungsbau.

"Die HafenCity muss lernen, wie so ein Kommunikationsprozess stattfinden kann"

"Die HafenCity ist Tango", so lautet das Zitat von Bezirksamts-Mitte-Chef Falko Droßmann auf dem Cover der neuen "HafenCity Zeitung". In dem mehrseitigen Interview geht es natürlich auch um den Schulcampus Lohsepark und die Forderung der Initiative, an den Planungen beteiligt zu werden, bei der Planung der weiterführenden Schule die Quartiersbedarfe zu berücksichtigen und das Grundstück deshalb nicht mit Wohnungen zu bebauen.

Von allen Quartieren in Mitte habe die HafenCity , so Droßmann, "den dringendsten Handlungsbedarf". Und den sieht er bei der "bürgerlichen Partizipation" und bei der "sozialen Infrastruktur" – genau das ist auch die Ansicht der Initiative Schulcampus Lohsepark. Das "aktuell aufregende Thema für die Menschen ist auch die Bebauung des Lohseparks mit dem neuen Schulcampus", führt Droßmann in dem Interview aus, "da ist neu, dass Menschen plötzlich teilhaben wollen an solchen Entscheidungen in der HafenCity. Und das ist für alle eine anspruchsvolle Aufgabe."

Nach Schulschluss geht das Leben weiter

"Wenn der Schulhof auf dem Dach ist, dann ist mit Schulschluss auch dessen Nutzbarkeit zu Ende" - so hat sich Gunter Böttcher, CDU-Spitzenkandidat für den Wahlkreis 1 in Mitte bei der Bezirkswahlen, im "Hamburg Journal" positioniert. Außerdem fordert er in dem TV-Beitrag, dass die Erdgeschossflächen des Gebäudes Vereinen, Verbänden und Ehrenamtlichen zur Verfügung stehen. Damit schließt Böttcher sich der Haltung der Initiative Schulcampus Lohsepark an, die das Schulgebäude auch als Quartierszentrum versteht.

Die CDU-Fraktion hatte bereits im Januar einen Antrag in der Bezirksversammlung eingebracht, auf dem Schulgrundstück keine Wohnbebauung zu errichten. Dieser wurde später im Hauptausschuss von SPD und Grünen abgelehnt. Am 9. Mai macht Böttcher ab 16 Uhr (Start: Marco-Polo-Terrassen) gemeinsam mit dem Bezirksamtsleiter Falko Droßmann einen Wahlkampf-Spaziergang durch die HafenCity. Der Spaziergang endet gegen 18 Uhr am künftigen Schulgrundstück. Dort sind dann "Zukunft und Perspektive" von weiterführender Schule und Bolzplatz Gesprächsthema.

"Die schlechteste Lösung sind riesige Gebäudeblöcke mit vier oder fünf Etagen"

Wie muss ein modernes Schulgebäude gestaltet sein? Christian Rittelmeyer, emeritierter Professor für Erziehungswissenschaft und Schulbau-Experte, gibt Antworten.

Herr Rittelmeyer, was zeichnet eine gute Schularchitektur aus?

Wir haben in unseren Untersuchungen drei maßgebliche Kriterien dafür gefunden. Die Schulbauten sollen anregend und abwechslungsreich wirken statt monoton. Sie sollen freilassend und befreiend statt eng und bedrängend wirken. Und sie sollen Wärme und Weichheit statt Kälte und Härte ausstrahlen. Außerdem muss das Gebäude zum pädagogischen Konzept passen. Wenn das individuelle, differenzierte Lernen möglich sein soll, dann muss es entsprechende Räume dafür geben. Ebenfalls sollte man die Anforderungen, die Inklusion mit sich bringt, berücksichtigen.

Gelten die Kriterien nur für das Gebäude oder auch für den Außenraum?

Natürlich müssen auch die Freiflächen diesem Anspruch gerecht werden. Gerade wenn die Kinder und Jugendlichen einen großen Teil des Tages in der Schule verbringen, wenn die Digitalisierung im Unterricht ausgebaut wird und sie viel Zeit vor Bildschirmen verbringen, muss es einen Kontrapunkt geben. Sie müssen aus der Bewegungsarmut geholt werden. Das beginnt in der sogenannten bewegten Schule mit einer besonderen Dramaturgie des Unterrichts, der mal im Klassenraum, mal in anderen Arbeitsräumen oder auch mal draußen stattfindet. Und das setzt sich fort in den Pausen und im Ganztagsangebot. Da ist ein abwechslungs- und anregungsreich gestalteter Schulhof sehr wichtig.

Parkour, Probenraum und Politik

Probenräume für Bands. Schulgarten. Großzügige, ebenerdige Freiflächen. Lagerräume für Sportmaterial der Vereine. Büroräume fürs Ehrenamt. Parkour-Hindernisse. Beim Workshop der Initiative Schulcampus Lohsepark wurden stapelweise Moderationskarten mit Ideen für die Schule und ein Quartierszentrum beschrieben.

Kinder, Eltern, Anwohner, Vertreter von Vereinen und von Einrichtungen aus der HafenCity waren gekommen, um darüber nachzudenken, was auf dem Baufeld 77 entstehen sollte, was hier eine gute Schule und ein gutes Quartierszentrum, was ein Haus des Engagements ausmacht. Das gemeinsame Konzept wird die Initiative Schulcampus Lohsepark den planenden Behörden und den politischen Vertretern übergeben – mit der Bitte, dies bei der Ausschreibung für den Hochbauwettbewerb für die Schule zu berücksichtigen.

Streit hinter den Kulissen

Bezirksamt Hamburg-Mitte, der Hauptausschuss der Bezirksversammlung Mitte tagt und entscheidet über den Antrag von SPD und Grünen zum Schulcampus Lohsepark: "Die Planungen für den Teil des Areals, auf dem zurzeit Wohnungsbau angedacht ist, sollen bis zur Fertigstellung des neuen Schulentwicklungsplans zurückgestellt werden."

Das klingt anders als der Antrag, den SPD und Grüne im Bezirk-Mitte eine Woche zuvor per Pressemitteilung herumgeschickt hat. Darin hieß es noch: "Wir fordern eine Zurückstellung des Wohnungsbaus."

Was ist da passiert? Wieso wurde aus einem "fordern" ein "sollen"? Und woher kommt nun plötzlich die Verbindung zwischen Zurückstellung des Wohnungsbaus und dem Schulentwicklungsplan?

SPD und Grüne im Bezirk Mitte fordern "Zurückstellung des Wohnungsbaus"

"Daher setzen sich die Bezirksfraktionen von SPD und GRÜNE für die Nutzung des Geländes des Schulcampus für die soziale Infrastruktur und kreativ genutzten Freiraum ein und möchten die zurzeit für Wohnungsbau geplante Teilfäche freihalten."

Richtig gelesen? Das Schulgrundstück freihalten von einem Wohngebäude? Ja! Dieser Satz stammt aus einer gemeinsamen Pressemitteilung der Bezirksfraktionen von SPD und Grünen. Sie erläutert einen Antrag, den die beiden Fraktionen im Hauptausschuss einbringen wollen. In dem Antrag heißt es: "Wir fordern eine Zurückstellung des Wohnungsbaus und setzen uns für die Planung einer möglichen Nutzung des Areals des Schulcampus für soziale Stadtteilbelange und Sport (...) ein."

Damit unterstützen SPD und Grüne im Bezirk die Ziele der Initiative Schulcampus Lohsepark: Das gesamte Baufeld 77 zu einem lebendigen Bildungs- und Quartiersort machen – und kein Wohngebäude darauf zu bauen.

Wind und Gegenwind

Sehr optimistisch habe er 100 Stühle ins Ökumenische Forum gestellt, sagte der Moderator Sascha Bartz - aber dass nicht mal die ausreichten, das sei schon eindrucksvoll. Denn weit mehr als 100 Zuhörer waren an jenem Freitagabend zum 1. HafenCity Forum gekommen, um über den Schulcampus Lohsepark zu diskutieren. Auch zu dem Abend gekommen waren Vertreter von SPD, Grünen, CDU und Linke in Bezirks- und Bürgerschaftsfraktion.

Auf dem Podium saßen VertreterInnen von Schul- und Stadtenwicklungsbehörde, vom Aktivoli Landesnetzwerk und von der Initiative Schulcampus Lohsepark, Bezirksamtsleiter Falko Droßmann sprach einleitende Worte. Doch zu einer Podiumsdiskussion kam es nicht: Die BürgerInnen, Eltern, AnwohnerInnen, Interessierten wollten lieber selbst Fragen stellen, Vorschläge machen, Einwände erheben.

Wohnungen über der Schule: Frankfurt macht es vor.

Bild: expressiv/ AllesWirdGut/ Hertl.Architekten

"Hessens größtes Wohnungsunternehmen realisiert mit der Stadt Frankfurt die erste horizontal gemischte Hybridschule Deutschlands. Das bedeutet: In den beiden unteren Geschossen entstehen eine Grundschule samt Sporthalle, in den Geschossen darüber Wohnungen." So heißt es auf der Website des Wohnungsunternehmens Nassauische Heimstätte.

Anfang März wurde der Architekturwettbewerb für das Frankfurter Schönhof-Viertel entschieden. Das Stuttgarter Büro Ackermann + Raff legte den zum Sieger gekürten Entwurf vor für ein Gebäude, das eine Grundschule und Wohnungen vereint. Frankfurts Bau- und Immobiliendezernent Jan Schneider erklärt: „Wir haben einen großen Bedarf an Wohnungen und Schulen. Wir müssen daher neue, vielleicht auch unkonventionelle Wege finden, diese Bedarfe zu decken. Die Wettbewerbsbeiträge haben uns gezeigt, dass es sehr gute Lösungen gibt, um eine Schule, Sportflächen und Wohnungen gemeinsam in einem Gebäudekomplex unterzubringen.“

Hybride Nutzung? In Horn geht das schon.

Hoch oben im ehemaligen Axel-Springer-Haus hat Falko Droßmann sein Büro. Hinter seinem Schreibtisch steht die Hamburger Flagge, und aus dem Fenster blickt man über die Innenstadt, und hier und da weht auf einem Dach eine rote Fahne mit dem Stadtwappen.

Falko Droßmann ist Leiter des Bezirksamts Mitte. Er ist also noch nicht zuständig für ganze HafenCity, aber irgendwann, wenn das Quartier fertig ist, wird es dem Bezirk übergeben. Und dann wird er sich mit dem beschäftigen, was heute von der HafenCity Hamburg GmbH oder der Schulbehörde dort gebaut wird. Zum Beispiel der Schulcampus Lohsepark und wie dessen Räume und Freiflächen von den Anwohnern nach Schulschluss genutzt werden können.

Zeit für gute Ideen

Gleich zwei Bürgerschaftsabgeordnete der Linken nahmen sich Zeit für die Initiative Schulcampus Lohsepark: Sabine Boeddinghaus, Fachsprecherin für Bildung und Schule, Familie und Jugend, und Heike Sudmann, Fachsprecherin für Stadtentwicklungs-, Wohnungs- und Verkehrspolitik. Beide Politikerinnen freuten sich über unsere Idee, Wohnungen nicht neben die Schule zu platzieren, sondern aufs Schuldach zu setzen.

Und gleich am nächsten Tag nahm die Linke den Schulcampus Lohsepark in ihre Pressemitteilung auf. "Wenn der Schulsenator seine Ankündigung eines breit angelegten, transparenten und demokratischen Beteiligungsprozesses ernst meint, muss er sofort all seine übereilten und einsamen Planungen auf Reset stellen, etwa die Verdoppelung der Grundschulplätze in der Max-Brauer-Schule oder den Neubau der Campus Schule in der HafenCity.“

Das Kicken auf dem Schulhof ist untersagt!

Wenn an einem sonnigen Samstagnachmittag die Kinder auf dem Pausenhof des Schulcampus Lohsepark gerne kicken möchten, dann haben sie leider Pech gehabt: Die Bolzplätze sind verschlossen. Das Ballspielen ist hier nach Schulschluss nämlich verboten.

Dies ist nachzulesen im neuen Lärmgutachten, das die Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen anfertigen lassen musste für die Neuauslegung des Bebauungsplan-Entwurfs HC 10. Wortwörtlich heißt es in dem Gutachten: "Die Bolzplätze auf dem Schulgelände im Plangebiet sind nicht zu betrachten, da diese nach Schulschluss nicht öffentlich zugänglich sein werden."

Und wo ist das Atrium geblieben?

An den Siegerentwurf des Städtebaulichen Gutachterverfahrens erinnert sich Jens Meyer noch sehr gut, denn er war damals als Vertreter der Politik in der Jury: ein Schulgebäude, dessen Zentrum ein großes Atrium ist.

Von dieser Idee der Atriumschule ist allerdings in der Überarbeitung des Entwurfs nichts übrig geblieben, wie er bei Betrachten des aktuellen Modells des Schulgebäudes feststellte. Unser Architekturmodell hatten wir natürlich mitgebracht, als wir den Bürgerschaftsabgeordneten Meyer und den FDP-Bezirk-Mitte-Kandidaten Jimmy Blum in der Geschäftsstelle der Partei besuchten.

Alle mal gemeinsam nachdenken!

„Wir fürchten, dass die anstehenden Planänderungen mit der Teilung des Geländes in einen Teil für Schule und einen Teil für Wohnen aufgrund ihrer mangelnden Weitsicht und Planungstiefe eine integrative Entwicklung von Schule und Quartier an diesem Ort nachhaltig behindern werden.“

Dies ist der Anfang eines Briefs, den wir an alle Fraktionen der Bezirksversammlung geschickt haben. Denn wir denken, dass auf dem Baufeld 77 ein zukunftsweisendes Schul- und Quartierszentrum entstehen sollte, „eine Clusterschule, die stadtteilübergreifend in das Quartier eingebunden ist, die freiwilliges Engagement und schulische Bildung aktiv zusammendenkt und im Zusammenspiel von Quartier und Schule die Kompetenzen der Menschen vor Ort stärkt und bündelt: über die Grenzen von Stadtteilen, Schulformen, Altersgruppen und Milieus hinweg“.

Mit Tiefgang

Die "Elbvertiefung", der tägliche Newsletter der "Zeit", hat über unseren Vorschlag berichtet, Wohnungen auf das Wohndach zu setzen. Auch der Charme dieser Idee wird in dem Text geschildert: dass man Grundstücksfläche spart und Wohnraum schafft, ohne das Baufeld 77 zu teilen. Und dass es da oben auf dem Dach deutlich leiser ist als in einem Wohngebäude neben dem Schulhof, wenn in den Pausen, am Nachmittag und am Wochenende die Freiflächen für Spiel und Bewegung genutzt werden.

Und auch unsere Idee, mit dem Schulcampus Lohsepark ein "Haus des Engagements" im Quartier zu schaffen, wird in dem Text vorgestellt.

Unser Win-Win-Win-Vorschlag

In Linz werden sie schon gebaut, in Frankfurt sind sie in der Planung: Wohnungen über einer Schule. Diese Idee, so schlagen wir vor, sollte man auch für den Schulcampus Lohsepark verfolgen. Denn es ist eine Win-Win-Win-Lösung: Die SchülerInnen haben einen vollständig ebenerdigen Schulhof. Das Quartier kann nicht nur Räumlichkeiten, sondern auch die gesamten Freiflächen nach Schulschluss und am Wochenende mitnutzen, der Schulcampus Lohsepark könnte ein "Haus des Engagements" werden (mehr dazu hier (PDF) ). Und es wird Wohnraum geschaffen.

Es wird immer enger

"Einen wunden Punkt" habe die ehemalige Schulsenatorin Christa Goetsch im Gespräch mit unserer Initiative getroffen, stellt das "Hamburger Abendblatt" fest: nämlich mit ihrer Kritik daran, vom Schulgrundstück einen großen Teil abzuzwacken und teuer zu verkaufen. "Enge und Kinder – das passt nicht zusammen", mit diesen Worten wird Goetsch in dem Artikel zitiert.

Das "Hamburger Abendblatt" schildert außerdem, wie sich Eltern, LehrerInnen und SchülerInnen gegen die Verdichtung der Max-Brauer-Schule wehren, und warnt: "Dabei sind die Kapazitätsprobleme, die in Altona jetzt offenbar werden, erst der Anfang. In den kommenden Jahren rollt auf die Schulen eine Schülerwelle zu. Laut der aktuellen Prognose ist gegenüber 2017 mit einem Zuwachs der Schülerinnen und Schüler um 25 Prozent bis 2030 zu rechnen."

Anders gesagt: Beim Schulcampus Lohsepark schaffen die Behörden sich aus kurzfristigen finanziellen Interessen genau die Platzprobleme, unter denen andere Schulen schon jetzt leiden.

Platz da für gute Schulen!

"Herr Rabe, Herr Tschentscher, zählen wir Kinder für Sie erst wieder, wenn wir Steuern zahlen oder bei Xing arbeiten?", war auf einem Plakat zu lesen, ein anderes forderte "Kleine Kinder, kleine Schulen". Große Banner zeigten das Pömpel-Logo. Und dann gab es da noch den Slogan "unteilbar. Schulcampus Lohsepark", den hatten wir zur Demo der Elterninitiative der Max-Brauer-Schule vor dem Rathaus Altona mitgebracht.

Die rund 500 Demonstranten protestierten gegen die Verdichtung bestehender Schulen und forderten stattdessen den Bau neuer Schulen. An diesem Montagnachmittag waren sie durch Altona marschiert und dann pünktlich und lautstark am Rathaus angekommen – um dort live zu verfolgen, wie der Ausschuss für Kultur und Bildung der Bezirksversammlung Altona tagte.

Tschentscher fordert "konkrete Räume" für das Ehrenamt in Schulneubauten

"Für die Förderung des Ehrenamtes als eine der zentralen Stützen für Integration und sozialen Zusammenhalt brauchen wir dringend konkrete Räume und Ansprechstellen. Einer der Orte dafür müssen in Hamburg die Schulen werden, insbesondere bei den Neubauten muss dies auch bereits bei der Planung baulich vorgesehen werden."

Der Satz könnte von uns sein. Ist er aber nicht. Gesagt hat ihn jetzt Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher bei der Aktivoli-Freiwilligenbörse in den Börsensälen der Handelskammer.

Das heißt logischerweise: Konkrete Räume und Ansprechstellen fürs Ehrenamt müssen in die Planung des Schulcampus Lohsepark integriert werden. Sagen wir doch schon die ganze Zeit!

Kompromisslos

„Ein Kompromiss ist die Lösung eines Konfliktes durch gegenseitige freiwillige Übereinkunft, unter beiderseitigem Verzicht auf Teile der jeweils gestellten Forderungen“ – so lautet die Definition bei Wikipedia.

Was die Schulbehörde von Senator Ties Rabe (SPD) unter Kompromiss versteht, ist allerdings etwas vollkommen anderes, wie wir jetzt bei einer Gesprächsrunde feststellen mussten. Für sie ist der Kompromiss: Die ebenerdigen Freiflächen des Schulcampus Lohsepark werden genau so, wie die Jury des Städtebaulichen Gutachterverfahrens empfohlen hat: 4000 Quadratmeter groß (bzw. klein). Wir hingegen verstehen unter Kompromiss eine Übereinkunft zwischen der Schulbehörde und der Initiative Schulcampus Lohsepark – also ein Kompromiss zwischen den 4000 Quadratmetern und unserem Wunsch nach vollständig ebenerdigen Freiflächen von rund 7500 Quadratmetern.

Das klügste Buch im Regal

„Herz des Stadtteils. Knotenpunkt. Quartierszentrum. Bildungslandschaft. Community School. Vensterschool: Es gibt viele Namen für die Idee, dass eine Schule mehr sein muss als eine Lernanstalt, nämlich ein Bildungszentrum des gesamten Stadtteils.“

Mit diesen Sätzen beginnt unser Papier, in dem wir skizziert haben, was der Schulcampus Lohsepark – über seine Funktion als weiterführende Schule hinaus – im Stadtteil leisten könnte und sollte. „...the smartest book on the shelf“ beschreibt, wieso auf dem Baufeld 77 über das „Musterflächenprogramm“ der Schule hinaus gedacht werden muss, wieso jetzt die hybride Nutzung durch Schule und Quartier geplant werden muss und wieso der Bezirk Hamburg-Mitte genau an dieser Stelle einen Quartiersort braucht. Das Papier gibt es hier (PDF)

Nicht zuständig oder kein Zustand?

Und wieder waren wir unterwegs mit dem Architekturmodell für das Baufeld 77 – dieses Mal haben wir die SPD besucht. In der Clemens-Schultz-Straße saßen wir rund zwei Stunden mit Jette von Enckevort (Bürgerschaftabgeordnete) und Thorben Wiencke (Fraktionsgeschäftsführer für den Bezirk Mitte) zusammen.

Wie wichtig das Baufeld 77 und der Schulcampus Lohsepark nicht nur für die SchülerInnen ist, sondern für das gesamte Quartier, darum ging es vor allem in dem Gespräch. Und was für das Quartier wichtig ist – zum Beispiel ein lebenslanger Lernort, ein Treffpunkt für Jugendliche, ein Beratungszentrum, eine Stadtteilbibliothek –, das ist eigentlich Sache des Bezirks.

Noch Fragen, bitte?

Vor jeder Bezirksversammlung haben die Bürger die Möglichkeit, den Abgeordneten ihre Fragen zu stellen. Die haben wir jetzt genutzt und natürlich nicht nur eine Frage, sondern eine ganze Liste von Fragen verlesen. Ob die Abgeordneten wissen, dass mit der Clusterschule aus Gymnasium und Stadtteilschule ein Modellprojekt für Hamburg startet? Hat der Bezirk eine Position (wie z.B. ein Anforderungskatalog) zum Schulcampus Lohsepark, die die Bedeutung als ein „sozialräumliches Stadtteilzentrum“ festschreibt? Den vollständigen Fragenkatalog gibt es hier .... (PDF) Wir haben das Papier auch gleich einer Vertreterin des Bezirks Mitte übergeben, die es nach der Sitzung an die Fraktionen weitergeleitet hat.

Gesprächsbereit

Burchardtstr. 21, vierte Etage: Hier sitzt der Landesverband der Grünen, hier haben die Abgeordneten ihre Büros. Und hier war die Initiative Schulcampus Lohsepark zum Gespräch eingeladen. Im Besprechungsraum saßen wir zusammen mit Farid Müller (Bürgerschaftsabgeordneter aus dem Bezirk Mitte), Olaf Duge (Experte für Stadtentwicklung und Schule), Michael Osterburg (Abgeordneter in der Bezirksversammlung Mitte) und Nicole Baumgarten (Referentin für Schule und Berufsbildung).

Punkt für Punkt

„Die erwartbar bunte Mischung von SchülerInnen miteinander und mit der Nachbarschaft zusammenbringen“. Oder: „Vielfältige Räume sowie Freiflächen mit hybriden Nutzungsmöglichkeiten für Schule und Quartier bereit halten“. In einem 6-Punkte-Papier haben wir die Ideen und Vorstellungen unserer Initiative Schulcampus Lohsepark zusammengefasst. Nachzulesen ist es hier:

Da braut sich was zusammen

Dicht, dichter, am dichtesten, das ist nicht nur auf dem Baufeld 77 in der HafenCity die Leitlinie der Behörden. Deshalb hat sich die Eltern-Initiative „Das muss anders gehen“ an uns gewandt. Und uns gebeten, ihre Online-Petition zu unterstützen, was wir hiermit gerne tun. Denn auch an der Max-Brauer-Schule soll der Platz für die SchülerInnen zusammengestaucht werden, um auf minimaler Fläche maximal viele Kinder unterzubringen. https://weact.campact.de/petitions/fur-einen-bedarfsangemessenen-neubau-von-schulen-statt-ausbau-der-vorhandenen

Angedockt!

Und wieder ist eine Baugruppe aus der HafenCity unserer Initiative beigetreten. Es ist Dock 71 – eine Gemeinschaft, die schon seit zweieinhalb Jahren im Quartier wohnt. Auf ihrer letzten Sitzung wurde entschieden: "Die Baugruppe Dock 71 unterstützt das Engagement der Initiative Schulcampus Lohsepark für eine gute weiterführende Schule in der HafenCity und für die Quartiersnutzung von Schulräumlichkeiten und Freiräumen auf dem gesamten Baufeld 77 und beschließt, der Initiative Schulcampus Lohsepark beizutreten."

Christa Goetsch: "Enge und Kinder – das passt nicht zusammen"

Initiative Schulcampus Lohsepark: Frau Goetsch, in Hamburg ist Wohnraum knapp. Der rot-grüne Senat will daher einen Teil des Grundstücks der weiterführenden Schule in der HafenCity verkaufen und mit Wohnung bebauen lassen. Halten Sie das für richtig?

Sorge um die "Würde und Bedeutung" des Gedenkorts

"Die Bereitschaft, über das Für und Wider zu diskutieren, scheint bei der Schulbehörde begrenzt so sein", schreibt die "Welt". In dem Artikel "Kinder aufs Dach? Schulstreit geht weiter" wird unsere Kritik an der Teilung des Schulgrundstücks dargestellt, und dass die Schulbehörde an ihrer Position festhält.

„Staatlicher Geiz auf die Spitze getrieben“

Effizienz zu Lasten der Kinder – die „Taz“ kritisiert die Politik der Schulbehörde, durch Platzminimierung bei Schulgrundstücken Geld zu sparen oder sogar Geld zu machen. Als Beispiele dafür führt die „Taz“ fünf Schulen an, darunter auch den Schulcampus Lohsepark.

"Wir unterstützen das Engagement"

Wir haben Post bekommen: „Das Anliegen der Initiative Schulcampus Lohsepark ist im Interesse künftiger Schülergenerationen absolut sinnvoll, und wir unterstützen das Engagement, das gesamte Baufeld 77 als gesamtes Schulgrundstück sowie einen vollständig ebenerdigen Schulhof zu erhalten – wie es im Entwurf des Bebauungsplans vorgesehen ist.“

Die Glaubwürdigkeitsfrage

„Senat schiebt Spekulationen einen Riegel vor – Grundstücke der katholischen Schulen an Bildungsnutzung gebunden. Lukrativer Verkauf ausgeschlossen“, so übertitelte das Hamburger Abendblatt am 17.12.2018 eine Geschichte im Lokalteil. Darin ist zu lesen: Der rot-grüne Senat will verhindern, dass der Schulnutzung gewidmete Grundstücke meistbietend verkauft werden, um dort „lukrativen Wohnungsbau zu ermöglichen“.

Von Papiervögeln und Seilbahnen

Sitzsteine, Klettergeräte in Form von Papiervögeln, Schaukel, Seilbahn, Jugendclub, Bolzplatz, Baumreihen, Beete, Naturteich: Die künftigen Schülerinnen und Schüler des Schulcampus Lohsepark hatten sehr viele Ideen für einen guten Schulhof.

Kommt und bastelt!

Ein kleines Fußballfeld. Beete. Ein Jugendtreff. Parkour-Hindernisse. Bäume und Hecken. Ruhige Ecken zum Chillen.

Die Initiative Schulcampus lädt Kinder, Eltern, Anwohner, Interessierte ein, im maßstabsgerechten Modell die Freiflächen auf dem Schulgrundstück des Schulcampus Lohsepark zu gestalten. Architekturmodell und Bastelmaterial sind da, von kleinen Menschen bis zum großen Baum, und nun brauchen wir eure Kreativität! Kommt vorbei und baut einen schönen Schulhof oder malt ihn auf Papier (ein Kunstpädagoge ist vor Ort!):

Samstag, 8. Dezember 2018, von 10-12 Uhr, Gemeinschaftsraum Dock 71, Am Lohsepark 16.

"Die Politik sollte froh sein, dass mündige Bürger sich beteiligen"

Will die Initiative Schulcampus Lohsepark sich beteiligen an den künftigen Planungen für die weiterführende Schule? Wollen Eltern, Anwohner, Engagierte aus der HafenCity und den angrenzenden Stadtteilen ihr Expertenwissen in dieses Pilotprojekt für Hamburg einer Clusterschule aus Stadtteilschule und Gymnasium einbringen? Und wollen sie als Hamburger BürgerInnen ihre kritische Haltung zu einer Teilung des Grundstücks und zum Schulhof auf dem Dach weiterhin vertreten?

Oberbaudirektor Höing: „Wir haben versprochen, dass Sie die Planungen begleiten sollen“

„Ich maße mir an zu sagen: Wir nehmen die Bürgerbeteiligung ernst.“ Diesen Satz sagte der Oberbaudirektor Franz-Josef Höing auf unsere Frage, ob die Initiative Schulcampus Lohsepark an den künftigen Planungen für die weiterführende Schule beteiligt werden soll. Gestellt hatten wir sie bei der Veranstaltung „Mitten in Hamburg – Mitten am Tag: Hamburgs Stadtentwicklung“ im Gemeindesaal der St. Petri Kirche, in der der Oberbaudirektor aktuelle Stadtentwicklungsprojekte erläuterte.

Für uns war diese Mittagsveranstaltung also eine gute Gelegenheit, genauer in Erfahrung zu bringen, was er von unserer Partizipation an der Schulplanung hält. Höing antwortete: „Wir beteiligen Bürger nicht, weil man das dummerweise heute so machen muss, sondern wir tun das, weil wir überzeugt sind, dass Bürgerbeteiligung richtig ist, weil wir dabei die Expertise der Menschen vor Ort einsammeln.“ Das freut uns! Denn das denken wir nämlich auch!

Der Schulsenator stellt uns seine Bedingung

Nun hat es stattgefunden, unser Treffen mit Schulsenator, Geschäftsführer der HafenCity Hamburg GmbH und einem Vertreter der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen (BSW) – der Oberbaudirektor selbst hatte leider kurzfristig abgesagt.

Der Schulsenator Ties Rabe hat uns eine Bedingung der Schulbehörde dafür genannt, dass wir als Initiative Schulcampus Lohsepark an den kommenden Planungen für die weiterführende Schule beteiligt werden: Wir sollen akzeptieren, dass rund die Hälfte der Schulhoffläche auf dem Gebäudedach platziert wird.

Die drei Fragezeichen

Wie, nur 4000 Quadratmeter ebenerdiger Schulhof? Sind darin auch noch die Flächen für die Mülltonnen und die Verkehrswege eingerechnet? Und nehmen die beiden Kleinspielfelder auf dem Schulhof tatsächlich zwei Drittel der Fläche ein?

Und das soll es jetzt sein?

Da ist sie, die Überarbeitung des städtebaulichen Entwurfs für das Baufeld 77. Genauer gesagt: auf Baufeld 77a fürs Wohnen und 77b für den Schulcampus Lohsepark, denn in den Plänen der HafenCity Hamburg GmbH ist das Grundstück schon geteilt.

Mitdenken, mitreden

Bei unserem Initiativen-Treffen mit den Bürgerschaftsabgeordneten Anfang September hatten Carola Veit (SPD) und Stefanie von Berg (Grüne) vorgeschlagen, dass die Initiative Schulcampus Lohsepark an der weiteren Entwicklung des Schulcampus Lohsepark beteiligt werden. Auch der Schulsenator unterstützt dies, wie er der Initiative inzwischen in einem Gespräch mitgeteilt hat. Sehr gut! Denn natürlich möchten wir die Vorstellungen der heutigen und künftigen Quartiersbewohner, der Bewohner benachbarter Stadtteile, der Eltern, der Kinder in die weiteren Planungen einbringen.

Deshalb lädt die Initiative Schulcampus Lohsepark alle Unterstützerinnen und Unterstützer und alle Interessierten ein, über die weitere Entwicklung des Baufelds 77 zu diskutieren. Der Termin ist:

Montag, 19. November 2018, 20 Uhr, Gemeinschaftsraum Dock 71, Am Lohsepark 16.

Wir freuen uns auf einen lebendigen Abend!

Tooooor!

Wir haben einen sehr schönen Anruf bekommen: Ein Geschäftsführer der Baugemeinschaft „Tor zur Welt“ hat uns mitgeteilt, dass die ganze Baugemeinschaft unserer Initiative Schulcampus Lohsepark beitritt. Eine weitere Baugemeinschaft diskutiert gerade den gleichen Schritt. Das finden wir großartig! Herzlich willkommen!

Schluss mit der Geheimniskrämerei

Unser Beharren auf Transparenz hat Erfolg gehabt! Die Schulbau Hamburg hat einige Unterlagen zum Städtebaulichen Gutachterverfahren auf ihre Website gestellt. Nun ist der Siegerentwurf von Haas Cook Zemmrich Studio 2050 öffentlich und auch die Vorschläge der anderen Architekten für den Schulcampus Lohsepark (man findet die Entwürfe am Ende des Protokolls der Jurysitzung).

Auf Kosten der Kinder

"Opfert die Stadt die Freiflächen einer Schule, um an Immobilien zu verdienen? Dieser Eindruck liegt nahe" – so heißt es im dem "Wohnungsbau statt Modellschule?" betitelten Text der "Welt". In dem Aufmacher des Lokalteils wird geschildert, wie die Schule im Siegerentwurf des Städtebaulichen Gutachterverfahrens zusammengedrängt wird für einen Wohnblock, "der mehr Bruttogeschossfläche hat als die Schule".

Den Artikel der Welt gibt es hier.

Abreißen und mitmachen!

Wir sind schon ziemlich viele in der Initiative Schulcampus Lohsepark, aber wir wollen natürlich immer mehr werden. Deshalb haben wir einen Flyer entworfen mit Abreißzetteln für Blog und Newsletter, den ihr ausdrucken und aufhängen könnt. Danke fürs Mitmachen! Newsletter-Ausdruck zum Download

„Lassen Sie Luft zum Leben!“

„Schule muss zukunftsfähig sein“, „Setzen Sie auf das Nicht-Planbare“, „Kinder brauchen Raum, der Schulhof auf dem Dach ist keine Lösung“, “„Lassen Sie Luft für das Leben in der HafenCity“ – die Botschaft an die Politiker war eindeutig: Das Baufeld 77 soll für den Schulcampus Lohsepark reserviert bleiben; das Grundstück soll nicht geteilt werden, damit hier eine gute Schule entstehen kann.

Farid Müller: So nicht!

Zu Kaffee und Kuchen hatte Farid Müller ins Klein&Kaiserlich am 18. August eingeladen, um mit den Bürgern und Quartiersbewohnern über die HafenCity, Verkehr, Luftverschmutzung, Pferdekutschen am Kaiserkai, Kitas und Kinder-Betreuungsschlüssel zu sprechen. Und über den Schulcampus Lohsepark.

Vertrauenskrise

In ihrer August-Titelgeschichte berichtet die HafenCity Zeitung über unsere Initiative, unser Anliegen und unsere Verärgerung darüber, dass die Behörden intransparent agieren und hinter unserem Rücken Fakten schaffen wollen.

Zum Gespräch zwischen unserer Initiative Schulcampus Lohsepark und Vertretern der Hamburgischen Bürgerschaft haben sich inzwischen Abgeordnete verschiedener Parteien angemeldet. Termin: 3. September, 19.30 Uhr, Gemeinschaftsraum Dock 71, Am Lohsepark 16.

Halbe Wahrheiten

Werden bei der Planung zum Schulcampus Lohsepark die Bürger eigentlich ernst genommen? Werden also die Hamburger Bürger von den Behörden korrekt informiert?

DIE ZEIT: Platz da! – Von Christoph Twickel

"Seit Jahren soll in der HafenCity eine weiterführende Schule entstehen. Nun plant die Stadt, einen Teil des Grundstücks für Wohnungsbau zu nutzen. Das regt die Eltern mächtig auf." Zum gesamten Artikel

Offener Brief an die Abgeordneten der Hamburger Bürgerschaft

Nun ist der Brief abgeschickt: Alle Fraktionen der Hamburger Bürgerschaft haben den Text bekommen, in dem wir unsere Sorgen über die Planungen zum Schulcampus Lohsepark schildern und in dem wir unser Befremden über den intransparenten Prozess formulieren.

„Kinder brauchen Auslauf!“

Sie saßen im Kreis um das Architekturmodell herum und waren verärgert, fassungslos, enttäuscht: So eine schmale Schlucht zwischen zwei Klötzen soll der Pausenhof des Schulcampus Lohsepark sein, der künftigen weiterführenden Schule ihrer Kinder?

Die "Zeit" zu Besuch

Heute war ein Fotograf für den Hamburg-Teil der "Zeit" bei uns. Am Tag zuvor hatten wir unsere Unterstützer gebeten, zu dem Fototermin zu kommen. Und trotz dieser Kurzfristigkeit kamen sie - mit Kindern, Kinderwagen, Fahrrädern und Lastenfahrrädern, zu Fuß. Die Kinder im Krippen-, Kita- und Grundschulalter tobten fröhlich auf dem Grundstücksteil, den die Behörden ihrer künftigen Schule wegnehmen wollen. Am Donnerstag sehen wir uns in der "Zeit!"

Informationsveranstaltung zum Schulcampus

Ein weiteres spannendes und vor allem auch für die Entwicklung des Lebens im Stadtteil sowie die Stärkung der sozialen Infrastruktur ausgesprochen wichtiges Vorhaben wirft seine Schatten voraus: In den kommenden 3 Jahren wird der sogenannte „Schulcampus Lohsepark“ geplant und gebaut. Hier sollen eine Stadtteilschule und ein Gymnasium unter einem Dach entstehen.